Nach einer holprigen „Vorbereitung“, die aufgrund der Sommerferien und Urlaubszeit nahezu aus Einzeltraining bestand, nahm die C2 Mitte August endlich Fahrt auf. Der steigenden Teilnehmerzahl in den einzelnen Einheiten ist es wohl auch geschuldet, dass es lauter und chaotischer wurde. Hier haben diverse Runden zu Fuß um die gesamte Platzanlage bereits nach wenigen Einheiten eine spürbare Verbesserung bewirkt.

Nachdem das einzige Testspiel, welches in Lowick stattfinden sollte, leider ausgefallen ist, ging es also in die Saison. Da die Trainer die Mannschaft bis dato nur aus einigen wenigen Trainingseinheiten kannte, erwartete Sie hier sicherlich eine spannende Aufgabe.

Das erste Saisonspiel fand direkt mal unter der Woche um 18:00 Uhr in Vrasselt auf dem Kunstrasen statt. Da es den ganzen Tag wie aus Eimern geregnet hat, dachte sich vermutlich auch der angesetzte Schiedsrichter, dass er lieber zuhause bleibt. Pünktlich zum Anpfiff wurde es trocken und es wurde schnell klar, dass es ein Duell auf Augenhöhe sein würde. Unsere Jungs ließen gerade in der ersten Halbzeit einige Hochkaräter liegen und somit ging es torlos in die Halbzeitpause. Nach der Pause ging es dann zur Sache. Nachdem wir mit 1:0 in Führung gegangen sind, dauerte es keine 5 Minuten bis zum Ausgleich. Daraufhin sprach der Schiedsrichter, welcher von Vrasselt gestellt wurde, zwei Zeitstrafen gegen uns aus, die von außen betrachtet so nicht unbedingt nötig waren. In dieser gefühlten Ewigkeit, die wir mit 9 gegen 11 zu überstehen hatten, erzielten wir selbst den letztlich entscheidenden 2:1 Siegtreffer. Richtig gefährlich wurde es nicht mehr, da die Jungs die Nerven behalten haben und das Spiel mehr oder weniger souverän herunterspielten.

Im zweiten Spiel folgte gleich auch der zweite Sieg. Die zahlreich angereisten Zuschauer, unter anderem die C1 samt Trainerteam, sahen ein ungefährdetes 5:2, wobei man hier dem Gegner definitiv größten Respekt aussprechen muss für eine tolle Leistung. Die mit einigen D-Jugendlichen auflaufenden Gäste hielten lange gut dagegen und sind erst in der Schlussphase etwas eingebrochen. Wie auch im Auftaktspiel wurden auf Seiten der Mussumer wieder etliche Großchancen ausgelassen, oft war der berühmte Haken zu viel schuld daran.

An dieser Stelle möchten wir Trainer uns auch bei der C1 bedanken, welche uns bei Personalnot unterstützt und auch bei den Eltern dafür, dass alles drumherum absolut reibungslos funktioniert! Das dritte Saisonspiel in Lowick erfolgte dann ohne Mithilfe der C1, da wir aus dem eigenem Kader 14 Spieler zur Verfügung hatten. Dieselben Jungs, die vor 3 Wochen noch jede Gelegenheit zum Unsinn machen wahrgenommen haben, machten sich nun selbstständig und vernünftig warm während die Trainer mit dem Schiedsrichter am Spielbericht arbeiteten. Die Aufgabe der Trainer bestand an diesem Tage in erster Linie darin, die Spieler, die teils schon vor Anpfiff den Sieg sicher glaubten und von der Tabellenführung träumten, zurück auf den Boden der Tatsachen zu bringen. Auch hier zeigte sich, dass die Mannschaft gereift ist, da die Jungs sich hier teilweise auch gegenseitig wieder auf die aktuelle Aufgabe hinwiesen und fokussierten. Ähnlich wie in Vrasselt ging es auch in Lowick torlos in die Halbzeitpause. Es gab auf beiden Seiten keine wirklichen Aufreger, die Abwehrreihen standen sicher. Direkt nach Wiederanpfiff gingen wir mit 1:0 in Führung. Auch hier zeigte sich, dass die Mannschaft den Trainern zuhört. Vor 3 Wochen wäre vermutlich noch eine Finte gekommen, nun wurde trocken ins rechte untere Eck vollendet. Lowick wirkte sichtlich angeschlagen und wir konnten kurze Zeit später durch einen Konter auf 2:0 erhöhen.

Durch ein zu vermeidbares Tor gelang Lowick der Anschlusstreffer und es keimte wieder Hoffnung auf. Als wir dann auch noch verletzungsbedingt den Torwart auswechseln mussten kam vom Heimtrainer sofort die Anweisung vermehrt zu schießen. Durch konsequnente Abwehrarbeit gelang es uns jedoch Lowick davon abzuhalten und das was aufs Tor kam wurde souverän pariert. In der Schlussminute erzielten wir noch das 3:1, welches man definitv aus Traumtor bezeichnen kann. Aus ca. 20 Meter Torentfernung schlenzte unser Stürmer den Ball unhaltbar in den rechten Winkel.